Donnerstag, 28. Juli 2016

Bis zu 23,7 Prozent höhere Arbeitslosigkeit im Zwickauer Agenturbezirk

ArbeitsamtZwickau.- Im Juli ist die Arbeitslosigkeit im Zwickauer Agenturbezirk leicht gestiegen. Ende des Monats sind 11.105 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet; das sind 645 mehr als im Juni, jedoch 270 weniger als vor einem Jahr.
„Nach der positiven Entwicklung in den letzten Monaten verzeichnen wir im Juli einen konjunkturell bedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit“, konstatiert Zwickaus Arbeitsagentur-Chef Andreas Fleischer beim Blick auf den Arbeitsmarkt. „Nach den ersten Freisetzungen im Automobil- und Zulieferbereich zum Jahresanfang folgten nun zur Jahresmitte weitere Arbeitslosmeldungen. Das betrifft hauptsächlich die Automobilfertigung bzw. den angrenzenden Zulieferbereich und größtenteils die Arbeitnehmerüberlassung.“
Die Jugendarbeitslosigkeit ist in den Sommerferien leicht gestiegen. „Nach dem Ausbildungsende wurden viele Jugendliche nicht nahtlos von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen. Da viele Firmen sich derzeit in der Sommerpause befinden, erhalten diese jungen Fachkräfte in der Regel erst nach den Ferien eine neue Beschäftigung“, hebt Andreas Fleischer hervor.
Im Vergleich zum Vormonat haben sich aufgrund der Ferienzeit auch die Beschäftigungsaufnahmen deutlich verringert. „In den kommenden Wochen rechne ich damit, dass die Arbeitslosigkeit wieder zurückgeht. Die Arbeitskräftenachfrage ist stabil und aktuell stehen über 2.500 freie Jobs zur Verfügung“, so der Agenturchef abschließend.
Der Anstieg der Arbeitslosigkeit betrifft beide Rechtskreise – den zahlenmäßig höheren verzeichnet im Juli die Arbeitsagentur Zwickau. 625 Frauen und Männer waren dort mehr arbeitslos gemeldet (+ 23,7 Prozent) als im Monat zuvor. Im Jobcenter Zwickau ist die Arbeitslosigkeit um 20 Personen bzw. 0,3 Prozent nur leicht gestiegen. Im Rechtskreis des SGB III waren damit im Juli 3.264 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 437 mehr als im Juli 2015. Im Rechtskreis SGB II waren 7.841 Arbeitslose registriert - 707 weniger als im Vorjahr. Neu bzw. erneut arbeitslos meldeten sich im Juli 2.825 Frauen und Männer, 597 mehr als im Juni. Im Vergleich zum Vorjahr meldeten sich 465 Menschen mehr arbeitslos. 1.243 Personen wurden nach vorheriger Erwerbstätigkeit arbeitslos. Dem gegenüber konnten im Juli 2.165 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Das sind 548 Menschen weniger als im Monat zuvor und 155 weniger als vor einem Jahr. 664 von ihnen haben im Berichtsmonat eine Erwerbstätigkeit aufgenommen.
Derzeit sind 425 Jugendliche noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Zum Ende des Berichtsmonats gab es noch 587 unbesetzte Ausbildungsstellen. Tatsächlich dürfte sich dieses Verhältnis noch deutlich verändern, erklärt Agentur-Chef Andreas Fleischer. „Wir wissen aus den vergangenen Jahren, dass viele junge Leute nicht sofort daran denken, sich bei uns abzumelden, wenn sie einen Ausbildungsvertrag unterschrieben oder sich doch für einen weiteren Schulbesuch oder ein Studium entschieden haben. Wir gehen deshalb davon aus, dass am Ende auch diesmal noch viele Bewerber zu den Stellen finden.“ Die Vermittlung von Ausbildungsstellen gehe natürlich ungebremst weiter, betont Fleischer. „Noch gibt es für Betriebe und Jugendliche viele Möglichkeiten – auch wenn Traumjob oder Traumbewerber vielleicht nicht mehr ohne weiteres zu finden sind. Mit ein wenig Kompromissbereitschaft und gutem Willen auf beiden Seiten sind aber durchaus noch gute Verbindungen möglich. Allerdings sollten sich alle, die bislang Ausbildungsmarkt nicht zum Zug gekommen sind, beeilen. Denn je näher der Ausbildungsbeginn rückt, umso schwieriger wird es.“
Die Arbeitslosenzahl steigt um 645 auf 11.105 (Vorjahr: 11.375), die Arbeitslosenquote steigt von 6,2 auf 6,6 Prozent (Vorjahr: 6,7 Prozent), die Jugendarbeitslosigkeit steigt saisonal bedingt an. 587 freie Ausbildungsstellen stehen 425 unversorgten Jugendlichen gegenüber.
Ausführliche Informationen und Statistiken gibt es hier: Bundesagentur für Arbeit

Quelle und Foto: Agentur für Arbeit

ADFC Zwickau sammelt Unterschriften für Radweg an der B 173

Radfahrer_GefahrZwickau/Mülsen.- Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat eine Unterschriftensammlung für den schnellen Baubeginn einer Radverbindung zwischen Zwickau und Mülsen begonnen. Der Fahrradclub fordert das Land dazu auf, noch in diesem Jahr die Planungen für den schon lange diskutierten Radweg an der B 173 wieder aufzunehmen.
„Die Strecke ist ja nicht nur für den Autoverkehr wichtig. Sie ist auch für viele Radfahrer zwischen Zwickau, Lippoldsruh, Mülsen und Lichtenstein eine alternativlose Route.“ sagt Ute Gubick von der Zwickauer ADFC-Ortsgruppe. „Auf dem östlich von Zwickau gelegenen Abschnitt der B 173 fahren täglich etwa 12.000 Autos. Aufgrund des fehlenden Weges ist die Straße aber weder verkehrssicher noch lädt sie dazu ein, die kurzen Wege zwischen Zwickau und Mülsen mit dem Fahrrad zurückzulegen.“
Die Verbindung ist als Bestandteil der Radverkehrskonzepte der Stadt Zwickau, des Landkreises Zwickau sowie des Freistaats Sachsen jeweils mit der höchsten Prioritätsstufe enthalten. Auch die Gemeinde Mülsen ist an einer guten Radverkehrsverbindung nach Zwickau interessiert. Im Moment scheitert die Umsetzung daran, dass im zuständigen Landesamt für Straßenbau und Verkehr keine Planungskapazitäten frei sind, um diese Radwegverbindung voranzubringen.
Im Stadtgebiet von Zwickau wurden an der B 173 bereits Radfahrstreifen angelegt. „Damit die Verbindung wirklich nutzbringend ist, muss nun das Land mit den Planungen loslegen.“ sagt Gubick. „Da aber bisher eher das Gegenteil der Fall ist und die Planungen derzeit ruhen, möchten wir mit unserer Petition die Abgeordneten des Sächsischen Landtags auf diesen Missstand aufmerksam machen.“
Auch Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC-Landesverbands, unterstützt die Petition. „Im Koalitionsvertrag haben sich SPD und CDU entschlossen, den Radverkehr engagiert fördern zu wollen. Mit der Sächsichen Radverkehrskonzeption ist eine planerische Grundlage vorhanden und die Finanzierung für Radwege an Bundesstraßen übernimmt der Bund. Es ist doch ein schlechter Witz, wenn jetzt alles verzögert wird, nur weil ein paar Planer fehlen, um die politischen Ziele umzusetzen.“
Da sich die ADFC-Petition an den Sächsischen Landtag richtet, hat jeder die Möglichkeit zu unterschreiben, nicht nur Anwohner aus Zwickau oder Mülsen. Zur Petition: Radweg zwischen Zwickau und Mülsen

Quelle: ADFC Sachsen
Beispielfoto: Norbert Millauer

Mittwoch, 27. Juli 2016

Werdauer Museum und Bibliothek feiern am 30. Juli Gartenfest

Musumsgartenbahn_WerdauWerdau.- Auf einen Sommerabend mit Büchern, Marionetten und Gartenbahn dürfen sich Bewohner und Gäste der Pleißestadt am kommenden Samstag freuen. Zunächst findet von 14 bis 22 Uhr im Stadt- und Dampfmaschinenmuseum sowie der Stadtbibliothek auf der Holzstraße 2 in Werdau das jährliche Gartenfest statt. Besucher erwartet unter anderem ein „Tag der offenen Bücherei“ von 14 bis 17 Uhr, die Eröffnung der Sonderausstellung „Leben ist Spiel & Spiel ist Leben“, eine Hüpfburg, Kräuterfee, Kuchen- und Brotbacken im Museumsgarten, ein Marionettentheater sowie die Nachtfahrt der Gartenbahn ab 18 Uhr. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Dienstag, 26. Juli 2016

Weltstar Chris de Burgh und Marshall & Alexander in Bad Elster

Chris de Burgh_(c)Martin-KonzerteBad Elster.- Am Dienstag, den 2. August zelebriert das irische Popidol Chris de Burgh um 19.00 Uhr eine Unpluggend-Sommer-Show mit seinen größten Hits und neuen Songs im NaturTheater. Im Duo mit seinem langjährigen Keyboarder und Musical Director Nigel Hopkins präsentiert der weltberühmte Songschreiber im Sommer 2016 in ausgewählten Konzertorten dabei erstmals einen Vorgeschmack auf sein neues Studio-Album mit exklusiven Kostproben seiner neuen Songs. In diesem intimen Format in Akustikgitarren- oder Klavierbegleitung und im besonderen Ambiente des NaturTheaters werden seine neuen Songs und seine großen Hits so besonders intensiv, ursprünglich und auf das Wesentliche reduziert das Publikum begeistern. Chris de Burgh beweist dabei in Bad Elster einmal mehr seine großen Entertainmentfähigkeiten und seine zeitlose Kompositionskunst, die beweist, dass wirklich gute Songs nicht unbedingt das Arrangement einer mehrköpfigen Band brauchen. Seine unsterblichen Welthits und Ohrwürmer wie »Lady In Red«, »Missing You« oder »High on Emotion« werden in diesen Liveversionen ganz sicher für Gänsehautfeeling sorgen.
Am Sonnabend, den 6. August gastiert das beliebte und erfolgreiche Duo Marshall & Alexander mit großen Welthits im Rahmen ihrer Sommertournee im NaturTheater. Bad Elster freut sich auf ein Wiedersehen! In ihrem aktuellen Best-Of-Programm mixen die beiden großartigen Entertainer wieder Pop, Crossover, Klassik und Schlager, in deutscher, englischer oder italienischer Sprache. Mit ihrem Charme und ihrer großartigen Bühnenpräsenz führen sie nun die Höhepunkte der letzten zwei Jahrzehnte in einem einzigartigen Konzerterlebnis zusammen. Das Beste ist den beiden Sängern gerade gut genug für ihr Publikum. Die großen Balladen der Anfangszeit werden genauso erklingen, wie rhythmische Kracher: eine Marshall & Alexander Zeitreise der besonderen Art. »Wir werden von unseren eigenen, erfolgreichen Liedern bis zu den Hits großer Kollegen alles reinpacken«, so Marc Marshall. Und Jay Alexander ergänzt: »Wir könnten sicher mehrere Abende mit unterschiedlichen Programmen gestalten. Da liegt die Kunst in der Auswahl der richtigen Stücke!«. Nach zehn Erfolgsalben, noch mehr Tourneen und unzähligen TV-Auftritten ist das Duo Marshall & Alexander eine feste Größe im Showbusiness. Die Basis dieser Erfolge liegt auch in der großen Verbundenheit zu ihrem Publikum. Für alle alten und neuen Fans von Marshall & Alexander wird dieses Konzert ein Spektakel der Extraklasse!
Am Sonntag, den 7. August lassen die Stimmen der Maxim Kowalew Don Kosaken um 19.00 Uhr das König Albert Theater in den Tiefen russischer Seele erklingen. Die berühmten Maxim Kowalew Don Kosaken machen das musikalische Erbe der Kosaken in Westeuropa und Skandinavien in brillantem Niveau unsterblich. Maxim Kowalew sieht es bis heute als seine besondere Aufgabe, die wahrlich schönen russischen Melodien erklingen zulassen und dadurch ein Zeugnis vom Geiste des alten, unvergänglichen Russlands abzulegen.
Abgerundet wird das sommerliche Kulturprogramm in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster mit Folklore-Konzerten mit Orchestern der Musikregion Vogtland. Die Veranstaltungen können selbstverständlich jederzeit mit Rahmenprogrammen aus Erholung & Kulinarium kombiniert werden. Karten für die Veranstaltungen und alle Infos zum Aufenthalt gibt es täglich in der Touristinformation Bad Elster im Königlichen Kurhaus unter 037437/ 53 900 oder unter www.badelster.de.

Quelle und Foto: Chursächsische Verwaltungs GmbH

Geführter Rundgang durch den Fürstlich Greizer Park

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„Ich verstehe nicht, wie man an einem Baum vorübergehen kann, ohne glücklich zu sein.“
(
Fjodor Dostojewskij)
Greiz.- Er gehört zu den schönsten europäischen Landschaftsparks: der Fürstlich Greizer Park. Angelegt im englischen Stil, verzaubert die wundervolle Parkanlage mit Parksee und atemberaubender Pflanzenvielfalt die Besucher zu jeder Jahreszeit. Der Parkführer führt bei der knapp 2-stündigen Tour zu malerischen Plätzen, öffnet die Augen für die zahlreichen dendrologischen Besonderheiten und gibt Informationen zur Geschichte und Gegenwart des Fürstlich Greizer Parks.
Termine: Samstag, 30. Juli 2016
Preise: Erwachsene: 3,50 Euro, Kinder: 1,50 Euro
Treffpunkt: Greiz, Unteres Schloss, Burgplatz 12, Tourist-Information, Zeit: 14.00 Uhr, Dauer: rund zwei Stunden.

Schlossführung für jedermann auf dem Oberen Schloss Greiz
Erkundungen im Wahrzeichen der Stadtschlossfuehrung

Im Rahmen einer öffentlichen Schlossführung über das Gelände des Oberen Schlosses Greiz können alle Interessierten am Samstag, 30. Juli 2016, und am Sonntag, 31. Juli 2016, auf den Spuren der einstmals fürstlichen Bewohner des Oberen Schlosses wandeln. Die Besichtigung des Fürstlichen Marstalls, des Brunnenraumes und des Gefängnisses sind u.a. Inhalt des Rundganges. Höhepunkt der Führung wird die Besteigung des Schlossturmes sein. Der wundervolle Ausblick auf das fürstlich vogtländische Greiz und die Umgebung ist zu jeder Jahreszeit einzigartig.

Für Fragen rund um die öffentliche Führung auf dem Oberen Schloss Greiz stehen die Mitarbeiterinnen der Tourist-Information Greiz unter Tel. 03661 – 689815 zur Verfügung.
Termine: Samstag, 30. Juli 2016 und Sonntag, 31. Juli 2016
Preise: Erwachsene: 3,50 Euro, Kinder: 1,50 Euro
Treffpunkt: Greiz, Oberes Schloss, Torhaus, Schloss-Information
Zeit: 14.00 Uhr, Dauer: rund 1 ½ Stunden

Quelle und Fotos: Tourist-Information Greiz

Donnerstag, 21. Juli 2016

Soiree mit der Chursächsischen Philharmonie im Werdauer Rathaus

TD-Kwh-spielendWerdau.- Am Mittwoch, den 14. September, 19.30 Uhr lädt das Trio Divertimento der Chursächsischen Philharmonie zu einem tänzerischen Abend in den Konzertsaal des Werdauer Rathauses ein. Das Trio Divertimento bittet Sie u.a. mit Johannes Brahms mit seinen „4 ungarischen Tänzen“ und Ludwig van Beethoven mit seinen „6 ländlerischen Tänzen“ zu einem Tanz durch die Musikgeschichte. Aber auch berühmte Werke wie die „Pizzicato-Polka“, das „Blumenduett“ oder „Großmutters Menuett“ werden Sie innerlich tanzen lassen. Zum Schluss wird das Publikum noch mit einem „Dixie“ und dem „Ragtime Dance“ ganz beschwingt verabschiedet. Die Chursächsische Philharmonie als Orchester der Sächsischen Staatsbäder Bad Elster und Bad Brambach fühlt sich bei ihren Gastspielen auch immer als musikalischer Botschafter der berühmten vogtländischen Musikregion im Herzen Europas. Der Sitz der »Chursachsen« ist das berühmte König Albert Theater in Bad Elster.
Karten zu 14,00 und ermäßigt 7,00 EUR sind an der Bürgerinformation und an der Abendkasse erhältlich. Der Konzertabend mit den Zwickauer Salonmusikanten muss aus organisatorischen Gründen auf das Jahr 2017 verlegt werden.

Text und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Mittwoch, 20. Juli 2016

Gestohlene Glocken nach Durchsuchung an Eigentümer übergeben

Plauen.- Ein Zufallsfund von zwei bronzenen Glocken bei Durchsuchungsmaßnahmen in der vergangenen Woche in Markneukirchen brachte der Plauener Kriminalpolizei die Klärung zweier ominöser Glockendiebstähle aus Mecklenburg-Vorpommern ein. Dort waren im Zeitraum November/Dezember 2015 in den Gemeinden Hohenbrünzow und Dahmen zwei historische Glocken im Wert von mehreren tausend Euro gestohlen worden. In Hohenbrünzow befand sich die Glocke aus dem Jahr 1861 in einem auf dem Friedhof frei stehenden Glockenstuhl. Auch in Dahmen befand sich die Glocke aus dem Jahr 1614 in einer frei zugänglichen Holzkonstruktion auf dem dortigen Friedhof.
Ein 57-jähriger Mann aus Markneukirchen steht nun im dringenden Verdacht, die beiden jeweils über 100 Kilogramm schweren Glocken gestohlen und ins Vogtland gebracht zu haben. Er zeigt sich geständig. Zum Motiv werden noch Ermittlungen geführt. Die beiden Glocken wurden bei der Plauener Polizei sichergestellt und am heutigen Mittwoch an zwei Berechtigte der beiden betroffenen Gemeinden übergeben, welche die wertvolle Fracht zurück nach Mecklenburg-Vorpommern bringen.
Auf den 57-Jährigen waren die Kriminalisten im Rahmen eines weiteren Ermittlungsverfahrens gegen ihn gestoßen. Aus ermittlungstaktischen und verfahrensrechtlichen Gründen können dazu derzeit jedoch noch keine weiteren Einzelheiten bekannt gegeben werden.

Quelle und Foto: PD Zwickau

Dienstag, 19. Juli 2016

Romantische Sommertage zum 160. Todestag von Robert Schumann

Bad Elster.- Die Kultur- und Festspielstadt Bad Elster widmet sich 2016 mit einem sommerlichen Schumann-Fest dem 160. Todestag des sächsischen Romantikers. Eröffnet werden die romantischen Sommertage am Donnerstag, den 28. Juli um 19.30 Uhr in der KunstWandelhalle mit einem Klavierabend des tschechischen Pianisten Radim Vojir zu Ehren Robert Schumanns und seinen befreundeten, großen Meistern der Klavierkomposition. Der Pianist Radim Vojir präsentiert ein fantasievolles Konzertprogramm auf freundschaftlichen Wegen: Im Sommer 1840 waren Clara und Robert Schumann als frischgebackenes Ehepaar ins Leipziger Verlegerviertel gezogen, wo regelmäßig musiziert wurde – unter anderem auch mit Mendelssohn, mit dem beide eine herzliche Freundschaft verband. In Erinnerung dieser musikalischen Begegnungen erklingen an diesem Abend Schumanns berühmte Kompositionen der »Kinderszenen« sowie sein schwungvoller »Faschingsschwank aus Wien«, die sicher auch damals schon zur Unterhaltung beigetragen haben. Von Felix Mendelssohn Bartholdy erklingt dann das virtuose »Rondo capriccioso«, welches er seinem Schwarm Delphine von Schauroth widmete. Im Jahre 1853 lernten die Schumanns ja den Hamburger Brahms kennen. An diese Zeit erinnern noch heute seine berühmten 4 Balladen op. 10: Denn während Robert Schumann in der »Zeitschrift für Musik« über die Kompositionen von Brahms schwärmte, schwärmte jener in recht persönlichen Briefen über Clara… (mehr dazu auch unter www.clara-wieck.de)
KatjaRiemann-(c)Mirjam KnickriemAm Freitag, den 29. Juli – dem 160. Todestag von Robert Schumann - widmen sich die Chursächsischen Streichersolisten gemeinsam mit den beiden Ur-Ur-Ur-Enkelinnen des berühmten Weltkomponisten, Anke-Christiane Beyer (Oboe) und Heike-Angela Moser (Klavier), um 19.30 Uhr exklusiv einer stimmungsvollen »Sommerromanze für den Ur-Ur-Ur-Opa« im König Albert Theater. Neben dem seiner Frau Clara gewidmeten Klavierquintett in Es-Dur von Robert Schumann erklingen dabei seine drei in Düsseldorf entstandenen Romanzen für Oboe und Klavier und die drei berühmten Phantasiestücke für Oboe d‘amore und Klavier, welche heute auch als ein Abbild »Schumannscher Innerlichkeit« beschrieben werden. Abgerundet wird dieses historische Gedenkkonzert mit Schumanns Klavierkomposition und dem Festmarsch des Elsteraner Musikdirektors Christoph Wolfgang Hilf, einem von Schumann geschätzten Violinvirtuosen.
Zum Abschluss des »Schumann-Festes Bad Elster« gastiert am Sonntag, den 31. Juli um 19.00 Uhr die renommierte und beliebte Schauspielerin Katja Riemann gemeinsam mit dem erfolgreichen Pianisten Sebastian Knauer im König Albert Theater. Sie widmen sich in einem poetisch-musikalischen Abend dem »romantischen Traumpaar« Heinrich Heine und Robert Schumann. Denn im gleichen Jahr wie Robert Schumann - also vor 160 Jahren - ist auch Heinrich Heine gestorben. Dabei verband die beiden nicht nur ihr Bezug zu Düsseldorf, sondern vor allem auch ihre epochale Bedeutung für die Kunst der Romantik.
Abgerundet wird das sommerliche Kulturprogramm in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster mit verschiedenen Kammermusikprogrammen von Ensembles der Chursächsischen Philharmonie und Folklore-Konzerten mit Orchestern der Musikregion Vogtland. Die Veranstaltungen können selbstverständlich jederzeit mit Rahmenprogrammen aus Erholung & Kulinarium kombiniert werden. Karten für die Veranstaltungen und alle Infos zum Aufenthalt gibt es täglich in der Touristinformation Bad Elster im Königlichen Kurhaus unter (037437) 53 900 oder unter www.badelster.de

Quelle und Foto: Chursächsische Veranstaltungs GmbH

Sonntag, 10. Juli 2016

Verfolgungsjagd durch Zwickau - Polizist verletzt, etliche Autos Schrott

Polizei05Zwickau.- Ein gemütlicher Grillabend mit Freunden war einem 18-Jährigen wahrscheinlich nicht genug. Mit Lust auf eine Spritztour durch Zwickau benutzte er unberechtigter Weise den Pkw seines Gastgebers. Ohne Licht fahrend fiel er auf der Reichenbacher Straße einer Streife des Ordnungsamtes auf. Als sie den Fahrer darauf aufmerksam machen wollten, gab dieser plötzlich Gas. Da er auch auf die hinzugezogene Polizei nicht reagierte, kam es zu einer Verfolgung von Oberplanitz bis Marienthal. Während der Fahrt rammte er mehrere Polizeifahrzeuge. Endstation war ein Ampelmast auf der Kopernikusstraße, nachdem der Flüchtende in einer Rechtskurve nach links von der Fahrbahn abgekommen war. Jetzt setzte er seine Flucht zu Fuß fort, kam allerdings kurze Zeit später zurück zum Unfallort. Der junge Mann war mit einem Atemalkoholwert von 1,22 Promille unterwegs, nicht im Besitz eines Führerscheines und musste verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Traurige Bilanz des nächtlichen Ausfluges sind ein Sachschaden von mehreren Zehntausend Euro, ein leicht verletzter Polizeibeamter und mehrere Ermittlungsverfahren.

Quelle: PD Zwickau
Beispielfoto: Bundespolizei

Freitag, 8. Juli 2016

Sexualstraftaten gegen Frauen - Prävention und Hilfe für die Opfer

Zwickau.- Am Donnerstag hat der Deutsche Bundestag eine Verschärfung des Sexualstrafrechts beschlossen. Die gesamtgesellschaftliche Debatte darum, welche Verhaltensweisen im zwischenmenschlichen Umgang strafbar sein sollen und wie diese sanktioniert werden, war nicht zuletzt durch die Geschehnisse in der Silvesternacht 2015 in Köln und anderen deutschen Großstädten befördert worden.
gettyimages-514362747-1Ziel der Prävention jedoch ist es, Straftaten zu verhindern, damit Menschen gar nicht erst zu Opfern werden. Entsprechende Präventionsangebote sind mannigfaltig und werden von einer Vielzahl von Vereinen, Verbänden, Organisationen und Institutionen angeboten. Unter einschlägigen Stichworten findet man diese Angebote im Internet. Hier setzt auch die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (www.polizei-beratung.de) an. Auf diesen Internetseiten findet man hilfreiche Tipps zur Vorbeugung von Sexualdelikten. Auch die Polizei Sachsen gibt auf ihren Internetseiten zur polizeilichen Prävention (www.polizei.sachsen.de/de/4160.htm) nützliche Informationen und weiterführende Hinweise zu diesem Thema.
Insbesondere für Frauen als potenzielle Opfer entsprechender Straftaten kann die Teilnahme an Selbstbehauptungs- und Selbstsicherheitskursen sinnvoll sein. Denn Frauen sollten sich in Übergriff- und Konfliktsituationen der eigenen Grenzen bewusst sein und diese deutlich machen. Dies kann geschehen durch Artikulation, Schreien, selbstbewusstes Auftreten, Hilfe holen oder andere Strategien. Beim Einüben dieser Verhaltensweisen helfen die eben genannten Kurse.
Sollte man schließlich Opfer einer (Sexual-) Straftat geworden sein, so bietet bspw. die Opferschutzbroschüre der Polizei Sachsen (www.polizei.sachsen.de/de/4178.htm) eine umfangreiche Hilfestellung. Hier erhält man Informationen u. a. über seine Rechte als Opfer, über den Ablauf eines Strafverfahrens sowie über die Möglichkeiten des Umgangs mit ausgewählten Straftaten (bspw. sexuelle Gewaltstraftaten). Vor allem ist ein ausführlicher Adressteil enthalten, in welchem Beratungsstellen und Opferhilfeeinrichtungen aus ganz Sachsen benannt sind. Beispielhaft seien hier die Landesarbeitsgemeinschaft Sachsen (www.gewaltfreies-zuhause.de), die Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie Sachsen e. V. (www.raa-sachsen.de), die Stiftung WEISSER RING (www.weisser-ring-stiftung.de) oder die Opferhilfe Sachsen e. V. (www.opferhilfe-sachsen.de) genannt, welche sämtlich auf ihren Internetseiten weitere hilfreiche Informationen geben und Ansprechpartner benennen. Auch ist festzustellen, dass kulturkreisübergreifend weitgehend Konsens über strafbare Handlungen in Bezug auf den sexuell motivierten Umgang untereinander besteht und sich die Täter ihrer Taten daher in den meisten Fällen auch bewusst sind.
Party-5Weil in der medialen Berichterstattung in den vergangenen Monaten des Öfteren enthalten, soll im Zusammenhang mit dem subjektiv gestiegenen Schutzbedürfnis noch kurz das Thema der „Bewaffnung der Bevölkerung“ aufgegriffen werden. Hier wurden Personen aus dem Handel zitiert, die z. B. beim Absatz von Reizgasen und Gas- oder Schreckschusswaffen eine enorme Steigerung konstatieren konnten. Dazu ist zu bemerken, dass das Mitsichführen solcher Gegenstände in der Öffentlichkeit, um sie bspw. im Falle eines Angriffs zur Selbstverteidigung einzusetzen, eines sog. kleinen Waffenscheins bedarf. Fehlt dieser, so begeht man eine Straftat. Außerdem ist zu bedenken, dass diese Gegenstände durch den Angreifer entwendet und gegen den sich Verteidigenden selbst eingesetzt werden könnten oder zur Eskalation der Situation beitragen. Zudem ist für Außenstehende schlecht ersichtlich, wer Täter und wer Hilfesuchender ist. Aus diesen Gründen rät die Polizei grundsätzlich vom Einsatz derartiger Verteidigungsgegenstände ab.

Quelle: PD Zwickau
Foto oben: WEISSER RING
Foto unten: Privat