Freitag, 27. Juni 2014

Mit Teilqualifizierungen Schritt für Schritt zur beruflichen Kompetenz

!cid_12EA6F83780D2F47AAD36A4939176B60@mail_bainternZwickau.- „Bis 2025 wird das Erwerbspersonenpotenzial im Landkreis Zwickau voraussichtlich um rund 55.000 auf rund 155.000 Personen sinken. Zugleich steigt der Bedarf an gut ausgebildeten Menschen“, weiß Mathilde Schulze-Middig aus Prognosen. Vor diesem Hintergrund freuen sich die Chefin des Jobcenters Zwickau und ihr Team besonders über die eine Frau und die vier Männer, die jetzt als erste Teilnehmer des Modellprojektes Teilqualifizierung ihr Ziel erreicht haben. Sie absolvierten erfolgreich die Externenprüfung zum Maschinen- und Anlagenführer vor der Industrie- und Handelskammer.
Die demografische Entwicklung macht deutlich: Bis 2025 werden im Landkreis Zwickau bis zu 55.000 Erwerbspersonen weniger als heute für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Der Wettbewerb um Arbeitskräfte wird größer. Mathilde Schulze-Middig, Chefin des Jobcenters Zwickau, bringt es auf den Punkt: „Es gibt in bestimmten Branchen schon heute einen erhöhten Fachkräftebedarf, der sich durch das Älterwerden unserer Gesellschaft weiterhin fortsetzen wird.“ Wer nicht hinreichend ausgebildet sei, habe am Arbeitsmarkt schlechte Chancen. „Qualifizierung ist das Kernelement, um den Fachkräftebedarf von morgen decken zu können“, weiß Schulze-Middig aus ihrer täglichen Arbeit und den Gesprächen mit den Akteuren am Arbeitsmarkt.
Vor dem Hintergrund des steigenden Fachkräftebedarfs und einer anhaltend schwierigen Situation Geringqualifizierter hat die Bundesagentur für Arbeit 2010 ein Modellprojekt aufgelegt, mit dem die Beschäftigungsfähigkeit mit Hilfe von Teilqualifizierungen verbessert werden soll. Mit dieser Form der Qualifizierung erhöhen sich die Chancen bei Arbeitslosigkeit oder fehlender Berufsausbildung am Arbeitsmarkt erheblich.
„Teilqualifikationen orientieren sich an betrieblichen Arbeits- und Geschäftsprozessen sowie den bundesweit anerkannten Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrplänen“, erklärt Jens Geigner, stellvertretender Leiter der Akademie Chemnitz und Standortleiter im Ausbildungszentrum Zwickau der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH, die als Bildungsträger die theoretische und praktische Ausbildung der künftigen Maschinen- und Anlagenführer übernommen haben. „Sie machen es Menschen mit einer geringen Qualifikation möglich, vielfältige und langfristig verwertbare berufliche Kompetenzen zu erwerben.“
Mit dem Projekt können ungelernte Beschäftigte ihre Entwicklungsmöglichkeiten ausbauen, schätzen Schulze-Middig und Geigner unisono ein, und Arbeitgeber haben damit gut qualifiziertes Personal, das sie im Unternehmen einsetzen können. „Unser Projekt Teilqualifizierung wird sehr gut angenommen“, resümieren die Jobcenter-Chefin und der Standortleiter. Seit Herbst 2010 gab es knapp 300 Beratungen zum Angebot Teilqualifizierung im Beruf Maschinen- und Anlagenführer (MAF) im Landkreis Zwickau. Insgesamt wurden bis heute 185 Eintritte in Teilqualifizierungen MAF absolviert – der überwiegende Teil davon, etwa 80 Prozent, von Männern.

Das Foto zeigt die Absolventen, Ausbilder und Vertreter des Jobcenters Zwickau. Quelle: Agentur für Arbeit Zwickau

Donnerstag, 19. Juni 2014

Fachübung des Technischen Hilfswerks am Wochenende

TWA_01Zwickau.- Der Ortsverband Zwickau des Technischen Hilfswerks (THW) übt am Wochenende vom 19. bis 22. Juni den Aufbau und Betrieb der mobilen Trinkwasseraufbereitungsanlage. Die Anlage ist im Ortsverband Zwickau stationiert und kommt in Modulen angepasst an die jeweiligen Einsatzanforderungen zum Einsatz.
„Dank Unterstützung durch Herrn Thomas Wende, Kreisbrandmeister und Leiter der Stabsstelle Brandschutz, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, nutzen wir die Möglichkeit unsere Trinkwasser- aufbereitungsanlage im Feuerwehrtechnischen Zentrum (FTZ) Zwickau aufzubauen“, sagt Pressesprecher Daniel Friedel. „Wir werden an diesen Tagen die Anlage aufbauen, verschiedene Szenarien durchspielen.“ Das Übungsszenario geht davon aus, dass Rohwasser in guter Qualität (beispielsweise aus einem Brunnen) zur Verfügung steht. Daher kann auf eine chemische Vorbehandlung des Rohwassers verzichtet werden. Die Erkundung von Einsatzstellen zielt immer auf solche Wasserquellen ab. Eine chemische Vorbehandlung wäre grundsätzlich natürlich ebenfalls möglich wird aber in anderen Übungen geprobt. Die Helfer werden an diesem Wochenende lernen die Anlage zu betreiben, auf Störungen zu reagieren und sie in verschiedenen Szenarien einzusetzen.
Insgesamt werden rund 30 ehrenamtliche Helfer in die Übung eingebunden sein. Die Helfer üben in diesem Zusammenhang auch die eigenständige Versorgung sowie Einsatzführung eines Trinkwasserversorgungseinsatzes. Der Termin wird von unterschiedlichen externen Fachexperten dazu genutzt um mehr über die Anlage zu erfahren. So sind neben Vertretern des THW auch Fach- und Führungskräfte des Katastrophenschutzes auch Vertreter der Wasserversorgung und DVGW eingeladen.

Quelle und Foto: THW Zwickau

Sonntag, 8. Juni 2014

Hüpfburgen-Paradies in Westsachsen auf Premieren-Tournee

Zwickau.- Auf seiner Premieren-Tournee macht ein Hüpfburgen-Paradies jetzt in Zwickau Station. Von Freitag, dem 13. Juni bis Sonntag, dem 29 Juni wollen die vier „Luftikusse“ vom Schaustellerbetrieb Köllner groß und klein in ihren Bann ziehen. Dafür bauen sie auf dem Flugplatz Reichenbacher Straße insgesamt zehn verschiedene Hüpfburgen auf.Hüpfburgenparadies
Dazu gehört eine zehn Meter lange, acht Meter breite und sechs Meter hohe Riesenrutsche im Stil einer Palmeninsel. Sie besitzt zwei steile Parallelbahnen. Ebenso breit und hoch, aber doppelt so lange ist der Hindernisparcours mit mehreren Tunneln, Säulen und Kabinen.
"In einem Spielcenter kann man seine Fähigkeiten als Eishockeyer, Basket-, Hand- und Fußballer testen", beschreibt Guiliano Köllner. „Eine zusätzliche Groß-Torwand steht gleich nebenan". Sportlich geht es schließlich auch am Kletterturm zu. Der Schausteller weiter: „Dort lässt sich an kleinen Griffen und Tritten für Hände und Füße eine Höhe von fünf Metern erklimmen.“ Hüpfburgen im Stile eines Märchenschlosses mit bis zu acht Meter hohen Türmen oder aber als überdimensionaler Pandabär sowie ein Bällebad im Luftbasseng runden das Vergnügen für die ganze Familie ab.
„Den Hüpfburgen wird kontinuierlich Luft zugeführt“, erklärt der 24-jährige. „Dadurch bleiben die Kunststoffgebilde ständig mit einer knappen Million Litern an Luft gefüllt.“ Dafür wiederum sorgen zwei große Gebläse mit einer Leistung von jeweils zwei Kilowatt. So gelangt jene Luft, die durch Benutzung entweicht, immer wieder zurück.
Zu ihrem Hüpfburgen-Paradies gehören zudem ein Sandkasten mit reichlich Spielzeug, ein Trainingscamp zum Üben mit Hula-Hoop-Reifen sowie ein Schmink-Studio, in dem man sich das Gesicht mit einem Phantasiebild verzaubern lassen kann. Täglich gibt es außerdem halbstündige Vorstellungen des eigenen Puppentheaters mit originalgetreuen Hohensteiner Holzfiguren. Dabei will der Kasper den Räuber Hotzenplotz (siehe Foto) mit Hilfe der zuschauenden Kinder in die Flucht schlagen.
Für Imbiss und Getränke wird ebenso gesorgt, wie für eine Wohlfühl-Athmosphäre am Fuße der Hüpfburgen. "Dazu stellen wir bequeme Liegestühle und bei Bedarf gerne auch schützende Sonnenschirme auf", beschreibt Guiliano Köllner, als Chef des neuartigen Hüpfburgen-Paradieses.

Quelle und Foto: Schaustellerbetrieb Guiliano Köllner