Montag, 13. März 2017

Westsachsen mit starkem Auftritt als Mutterland der Reformation

Berlin/Westsachsen.- Mit einem wie immer sehr aufmerksamkeitsstarken und konsequenten Messeauftritt hat Sachsen auf der Internationalen Tourismus Börse Berlin (ITB) Aufsehen erregt. Unter dem Motto „Sachsen: 500 Jahre Mutterland der Reformation“ sorgte die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) mit der sakralen Architektur des Messestandes, der multimedialen Präsentation von Highlights der Reformationsgeschichte in Sachsen auf zwei kreuzförmigen LED-Leinwänden und der für eine Tourismusmesse eher ungewöhnlichen Orgel- und Harfenmusik beim Publikum gleichermaßen für hohes Interesse und große Begeisterung. Eine Fülle an touristischen Angeboten der rund 50 sächsischen Aussteller zu diesem Thema rundete die Präsentation in der Messehalle 11.2 ab.Schmidtfoto
Dementsprechend zufrieden zeigte sich TMGS-Geschäftsführer Hans-Jürgen Goller am Sonntag zum Ende der mit mehr als 10.000 Ausstellern aus 187 Ländern und mit über 120.000 Fachbesuchern größten Fachmesse der weltweiten Reisebranche.
„Sachsens Bedeutung in der Reformationsgeschichte und das kulturhistorische Erbe daraus ist touristisch bisher noch nie so konsequent beleuchtet worden. In unmittelbarer Nachbarschaft zu Sachsen-Anhalt und Thüringen ist es Sachsen auf der ITB sehr gut gelungen, sich als authentischen Ort der Reformation bei den nationalen und internationalen Fachbesuchern zu platzieren. Wir haben im Jubiläumsjahr die Chance wahrgenommen, die verschiedenen Aspekte der Reformation wie Kunst, Musik und Religionsgeschichte und das damit verbundene hochkarätige Angebot für Kulturtouristen herauszustellen“, so Goller. „Darüber hinaus war es uns wichtig, mit der gemeinsamen Pressekonferenz der jeweils für den Tourismus zuständigen Wirtschaftsminister Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens die übereinstimmende Absicht der drei Bundesländer zu dokumentieren, sich im Wettbewerb mit anderen Städten und Ländern in Deutschland als das Herzstück der Reformation zu positionieren.“ Nun müsse sich zeigen, inwieweit sich die Fokussierung Sachsens auf dieses Thema positiv auf die Übernachtungszahlen von Gästen aus dem In- und vor allem aus dem Ausland auswirken werde. Nach Einschätzung der TMGS dürfte vor allem Leipzig vom Jubiläumsjahr der Reformation profitieren – in erster Linie wegen der Nähe zu den Lutherstätten in Torgau und vor Wittenberg, aber auch wegen der erwarteten Besucher des „Kirchentages Auf dem Weg“ vom 25. bis 27. Mai.
Auch die Besucher der ITB wurden in die Aktivitäten zum Reformationsjubiläum einbezogen: Mit 200 abgeschriebenen Bibel-Versen unterstützen die Besucher an den fünf Messetagen das „Torgauer Bibelprojekt“, das 2008 mit dem Ziel startete, ein handgeschriebenes Unikat einer 31.000 Verse umfassenden Luther-Bibel hervorzubringen.

Quelle: Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH
Foto: Wolfgang Schmidt